Gewerbeverein Rosbach vor der Höhe

Der Gewerbeverein stellt sich neu auf

aus der Wetterauer Zeitung vom 13.07.2017
Der Gewerbeverein stellt sich neu auf
 
Rosbach Gewerbeverein Der neue Vorstand mit Dr. Monika Trütschel (l.), Stella Miliziano und Lars Rasner. (Foto: lh)

Neuer Vorstand will Verein zum “Schaufenster der Stadt” machen – bislang nur 70 Mitglieder

Nach jahrelangem Dornröschenschlaf schickt sich der Gewerbeverein an, unter einem komplett neuen Vorstand wieder mehr auf die Beine zu stellen als nur die Organisation des jährlichen Nikolausmarkts am ersten Adventswochenende.

Mitte Mai hatte der bisherige Vorstand in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung seine Ämter niedergelegt, die Auflösung des Vereins stand zur Debatte. Stattdessen soll es aber nun einen großen Schritt nach vorn geben – und die Chancen stehen nach Aussage der neuen Leute an der Spitze gut.

Nach jahrelangem Dornröschenschlaf schickt sich der Gewerbeverein an, unter einem komplett neuen Vorstand wieder mehr auf die Beine zu stellen als nur die Organisation des jährlichen Nikolausmarkts am ersten Adventswochenende.

Mitte Mai hatte der bisherige Vorstand in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung seine Ämter niedergelegt, die Auflösung des Vereins stand zur Debatte. Stattdessen soll es aber nun einen großen Schritt nach vorn geben – und die Chancen stehen nach Aussage der neuen Leute an der Spitze gut.

»Unsere Stadt braucht einen engagierten Gewerbeverein, der an den Entwicklungen im Stadtgebiet aktiv beteiligt ist«, sagt die neue Vorsitzende Dr. Monika Trütschel, Inhaberin der beiden Limes-Apotheken im Ort. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin Stella Miliziano und Kassenwart Lars Rasner will sie den 1994 gegründeten Verein wieder zum »Schaufenster der Stadt« machen.

Trütschel sagt, ihr liege es am Herzen, den Kooperationsgedanken wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken: »Wir meinen damit gegenseitige Motivation, gemeinsame Kundenbindung und gemeinsames Marketing, außerdem die Planung und Umsetzung gemeinsamer Projekte.«

Rund 1000 Gewerbetreibende gibt es in Rosbach, aber nur wenige sind im Gewerbeverein vertreten. »Derzeit haben wir knapp 70 Mitglieder, das ist eine viel zu geringe Zahl«, sagt Rasner. Dabei lägen die Vorteile einer Mitgliedschaft förmlich auf der Hand: »Als branchenübergreifende Vertretung aller ortsansässigen Firmen kümmern wir uns intensiv um die Förderung und Beratung des örtlichen Gewerbes«, lässt der neue Vorstand wissen.

Die Entwicklung eines »Wir-Gefühls«, einer starken Gemeinschaft und eines positiven Images ist nur ein Teil der ehrgeizigen Ziele, die man sich vorgenommen hat. Zudem sollen die Kontakte zur Stadt vertieft werden. Seit Anfang 2015 lädt die Abteilung Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft im Halbjahresrhythmus zu Unternehmertreffen ein, um das Verständnis zwischen Politik, Verwaltung und Unternehmen zu fördern. »Das ist eine Ergänzung zur Arbeit des Gewerbevereins«, sagt Monika Jost, die im Rathaus für die Vorbereitung der Treffen mitverantwortlich ist. Sie blickt zuversichtlich in die Zukunft. »Ein starker Gewerbeverein dient allen Bürgern unserer Stadt.«

Trütschel, Miliziano und Rasner verweisen auf die Vorteile einer Mitgliedschaft: Kontakte, Informationen und Erfahrungsaustausch, aber auch kostenlose Präsenz auf dem Internetportal des Gewerbevereins sowie die Nutzung dessen Homepage als Ankündigungs- und Verkaufsplattform seien die eine Seite, Verlinkung mit der Website der Stadt oder Ermäßigung bei Anzeigenschaltung in den lokalen Printmedien eine weitere. »Damit ergibt sich die Möglichkeit zur Erschließung neuer Geschäftsfelder, was für die Unternehmer mit Standortsicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einhergeht.«

Die Liste der Vereinsmitgliedschaften ist bunt gemischt. Metzgereien und Werbeagenturen, Steuerberater und Gartenbauer, aber auch Apotheken und Restaurants sind darauf zu finden. »Wir haben viele Neubürger, die gar nicht wissen, wie vielfältig wir aufgestellt sind«, sagt Trütschel. Es gelte, diese Vielfalt stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu bringen. »Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und wissen, dass wir uns neu aufstellen müssen.« Künftig wolle man sich intensiver mit dem Stadtentwicklungsplan beschäftigen und sich an städtebaulichen Entwicklungen beteiligen. »Bei Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen werden wir uns dafür einsetzen, dass ortsansässige Unternehmen stärker berücksichtigt werden«, heißt es vonseiten des Vorstands. Auch der Erhalt und die Nutzung kommunaler Gebäude ist ein Thema.